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Allgemein

100TEETH bietet im Kleinen eine sehr stark optimierte Version der Repräsentativen Demokratie wie man sie bereits von der großen Bühne der Politik kennt. Das ist ziemlich neuartig, aber die Grundlagenforschung zeigt, dass etwas sehr Schönes dabei heraus kommt.

Es gibt bei 100TEETH keine Abstimmungen mehr zu einzenen Vorschlägen mit Ja, Nein und Enthaltung oder gar dem Zählen von Widerstandspunkten. Diese Art von Mehrheitsabstimmungen lassen immer einen Anteil der Mitglieder im Nachteil und Unterstützen nicht deren Ausgleich. Das muss nicht sein, wenn wie hier jede Stimme immmer zählt.

Bei 100TEETH gibt es als Basis nur die Mitglieder und Vorschläge. Jeder Vorschlag ist sowas wie ein Mini-Parteiprogramm. Jedes vorschlagende Mitglied wird zum Politiker und jedes wählende Mitglied zum Wähler.

100TEETH bringt also eine sehr fortschrittliche und neuartige Organisation von Demokratie, die sich aber allein zur für den Aufbau einer Basisdemokratie eignet.

Mitgliedschaften

Neu registrierte Nutzer sind noch in keiner Gruppe Mitglied**. Gründet ein Mitglied eine eigene Gruppe, ist es darin automatisch erstes Mitglied. Weitere Mitglieder kommen über eine Einladung in die Gruppe. Bei gelisteten und öffentlichen Gruppe geht dies auch über Mitgliedsanträge, falls diese Funktion freigeschaltet ist. Unter Mein-Konto -> Mitgliedschaften werden alle Gruppen eines Nutzers aufgeführt, bei denen eine Mitgliedschaft besteht. Falls mehrere Mitgliedschaften bestehen, kann man dort die jeweils aktive Gruppe wechseln. In welcher Gruppe man sich aktuell befindet, sieht man zusätzlich auf jeder Seite oben, wo der Name der aktuellen Gruppe angezeigt wird. Alle Seiten unterhalb der ersten drei Hauptmenüpunkte Gruppe, Vorschläge und Meine Gruppe zeigen Daten aus der jeweils aktuellen Gruppe an. Wenn man bei nur einer Gruppe Mitglied ist, bleibt stets diese Gruppe ausgewählt.

**Ausnahme können Registrierungen sein, die auf einer eigenen fest mit einer Gruppe verbundenen Subdomain erfolgen. Hier führt eine Registrierung bereits zu einer Mitgliedschaft in der jeweiligen Gruppe.

Gruppe gründen

Siehe die Hinweise im Formular zur Erstellung einer Gruppe.

Vorschläge

Innerhalb einer Gruppe kann jedes Mitglied beliebig viele Vorschläge erstellen. Dazu ist ein Titel und ein Vorschlagsinhalt in das Formular einzugeben und zu speichern. Nach dem Speichern wird der neue Vorschlag angezeigt. Der Vorschlag ist in der Gruppe bereits sichtbar. Falls man eine Sichtbarkeit nicht möchte, kann man den Vorschlag auf inaktiv setzen. Die Funktion zur Deaktivierung und Aktivierung ist oberhalt des Vorschlags angezeigt zusammen mit der Funktion zum Bearbeiten. Einen inaktiven Vorschlag kann nur das vorschlagende Mitglied selbst sehen. Vorschläge können jederzeit vom Inhalt und Titel her geändert wreden. Bei jeder Bearbeitung muss dabei ein Bearbeitungskommentar eingegeben werden. Alle Änderungen bleiben stets nachvollziehbar. Andere Mitglieder, die einen Vorschlag wählen oder unterstützen, werden über Änderungen per Email informiert.

Wählen

In den meisten Fällen hat ein Mitglied innerhalb einer Gruppe genau 100 Stimmen. Diese Stimmen kann es beliebig auf eigene und fremde Vorschläge verteilen. Stimmen auf einen Vorschlag zu setzen, heißt "Wählen", soll aber ein Unterstützen bedeuten. Mit der Aufteilung der eigenen Stimmkraft in eine Vielzahl an Stimmen ist die Freiheit verbunden, sich jeweils ein individuelles politisches Programm zu gestalten.

Zudem muss man sich beim Aufteilen seiner Stimmkraft Gedanken machen, welche Vorschläge wichtig und welche weniger wichtig sind. Die Zahl 100 ist eine Zahl, mit der man einfach rechnen kann. Man kann von Prozent-Anteilen sprechen. Die Aufteilung könnte aber auch beliebig anders geschehen.

Gewählte Vorschläge lassen sich auch jederzeit wieder abwählen. Einem Abwählen entspricht, dass Vorschläge nicht herkömmlich abgestimmt werden, sondern die Art politischer Programme haben. Einem Vorschlag die eigene Unterstützung in der Form von Stimmen wieder zu entziehen, kann viele Gründe haben, wie, dass Inhalte realisiert wurden, dass es bessere Vorschläge zum gleich Inhalt gibt, oder sich die eigenen Interessen geändert haben, usw. Da eine Unterstützung als aktiver Prozess gesehen werden kann, informiert das System über Änderungen an einem gewählten Vorschlag. Es ist auch von Vorteil, stets eine aktive Beziehung zum vorschlagenden Mitglied zu haben.

Es gibt zwei Sichtbarkeitszustände von Wahlen: öffentlich und privat. Privat bedeutet, dass allein noch das Mitglied, dessen Vorschlag gewählt wird, von der Wahl erfährt und wer gewählt hat. Vorbelegt im Wahl-Formular is die öffentliche Wahl, wo alle Mitglieder über eine Wahl informiert sind, und eine höhere Transparenz die Informationsprozesse der Gruppe verbessern sollte.

Beispiel:
Ein Mitglied X wählt zuerst mit allen seinen 100 Stimmen den Vorschlag A. Als es einen weiteren interessanten Vorschlag B entdeckt, reduziert es seine Stimmen bei Vorschlag A auf 80 Stimmen. Mit den 20 freien Stimmen wählt es jetzt Vorschlag B. Später macht es einen eigenen Vorschlag C. Hat aber keine Stimmen frei. Es reduziert deshalb die Stimmen bei Vorschlag A auf 50 und wählt seinen eigenen Vorschlag C mit 30 Stimmen. Später wird Vorschlag A umgesetzt. Mitglied X zieht daraufhin seine Stimmen von dort ab und fügt sie dem eigenen Vorschlag C hinzu, indem es diesen mit 80 Stimmen wählt.

Verwurzeln

Ein Vorschlag kann einen anderen Vorschlag unterstützen. Dabei werden die Stimmen des unterstützenden Vorschlags beim unterstützten Vorschlag hinzugezählt. Der unterstützende Vorschlag behält allerdings seine Stimmen. Eine Unterstützung kann wie beim Wählen jederzeit wieder beendet werden. Um die Verbundenheit des unterstützten Vorschlags mit einem unterstützenden Vorschlag zu verdeutlichen, wird das Unterstützen sprachlich "verwurzeln" genannt. Verwurzeln beginnt dort, wo man sinnvollerweise immer nur eigene Vorschläge wählen sollte. Mit eigenen Vorschlägen kann man die eigenen Wünsche inhaltlich besser ausdrücken, als wie sie in den Vorschlägen anderer Mitglieder formuliert sind. Über eigene Vorschläge kann man seine Wünsche, Vorstellungen, Ideen und Überlegungen nicht nur für sich selbst, sondern gleichzeitig auch für andere dokumentieren. Die eigenen Vorschläge wählt man dann und verwurzelt anschließend damit Vorschläge, die man sonst direkt gewählt hätte. Weil umfangreich unterstützte Vorschläge mit der Zeit oft auch vom Inhalt umfangreicher werden, sind die verwurzelnden Vorschläge vom Inhalt vergleichsweise noch spezifischer, und werden deshalb in der Folge eher verwurzelt. So wachsen bildlich gesprochen die Wurzeln immer tiefer in das Substrat der Gruppenmitglieder hinein. Dabei ist es in der Struktur aus Wurzeln so, dass Stimmen bei einer Unterstützung nicht nur auf den unterstützten Vorschlag weitergegeben werden, sondern immer so weiter, wenn der unterstützte Vorschlag seinerseits einen anderen Vorschlag unterstützt. Jede Stimme, die unten an einem Wurzelende hinzukommt, zählt also gleichzeitig auch immer am oberen Ende einer Wurzel. Gleiches, wenn man unten eine Stimme oder eine Unterstützung wegnimmt. Oben und unten sind so maximal gut miteinander verbunden. Verwurzelungen sind immer öffentlich.

Wurzeln

Vorschläge, die sich unterstützen (verwurzeln) bilden darüber wurzelartige Strukturen. In Gruppen mit hoher Aktivität kann ein Vorschlag ohne Wurzeln, also der Unterstützung durch andere Vorschläge, kaum zu einer hohen Stimmenzahl gelangen. Die sich so vernetzenden Vorschläge sind dabei Diskussionen und einer inhaltlichen Aufarbeitung ausgesetzt. Die Struktur von Unterstützungen bzw. Verwurzelungen ist ebenfalls für Koalitionen verwendbar, wo vom Inhalt ganz unterschiedliche Vorschläge zu einem gemeinsamen neuen Vorschlag zusammengeführt werden können. Die Inhalte von so kombinierten Vorschlägen sind erwartbar bereinigt von Dopplungen, inhaltlichen Widersprüchen und Budgetverletztungen. Im Idealfall können Inhalte aus dem Vorschlag, der die größte Wurzeln zusammenführt, direkt umgesetzt werden. Der partizipative Prozess garantiert dabei, dass sich das Ergebnis nicht nur an einer Mehrheit oder gar wechselnden Mehrheiten orientiert, sondern zunehmend die zuammengefasste Meinung der gesamten Gruppe repräsentiert. Das erhöht die Akzeptanz und den Nutzen von darauf aufbauenden Entscheidungen erheblich.

Sprecher-in

Als Sprecher-in für eine Gruppe gilt immer aktuell dasjenige Mitglied, welches über den Vorschlag mit den meisten Stimmen verfügt. Mit dem Zusatz, dass die Anzahl Stimmen eindeutig die höchste Zahl und auch größer Null sein muss. Der Vorschlag ist meist der Kopf der größten Wurzel. Dieses Mitglied, welches Sprecher ist, erlangt die Berechtigung für die ganze Gruppe zu sprechen aus dem demokratischen Prozess, den die Mitglieder als Regel akzeptieren und der eine bestmögliche Abstimmung garantiert oder zumindest möglich macht und den Inhalten des jeweils berechtigenden Vorschlags. Dieser ist grundsätzlich die Zusammenfassung von Inhalten mehrerer unterstützender Vorschläge und Ergebnis eines umfangreichen Austauschprozesses mit anderen Mitgliedern. Die Stellung am Kopf der größten Wurzeln und die Funktion, Sprecher-in zu sein, ist umkämpft und nur wer den politischen Prozess bestmöglich zum Vorteil aller Mitglieder beherrscht, wird diese Position erlangen oder halten können.

Selbstverwaltung

Bei einer Selbstverwaltung ist das Mitglied, das Sprecher-in ist, auch mit besonderen administrativen Rechten ausgestattet. Das bezieht sich auf die Annahme von Mitgliedseinträgen, das Versenden von Einladungen, dem Ausschluss von Mitgliedern, und es ist Ansprechpartner in der Kommunikation mit 100TEETH. Eine Gruppe, die zuerst durch das gründende Mitglied verwaltet wird, sollte ab einer gewissen Größe und Stabilität in die Selbstverwaltung entlassen werden. Eine Gruppe kann aber auch bereits in der Selbstverwaltung starten.

Sonstige Quellen


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