Hilfe

Allgemein

Mit dem über den Service realisierten Prozess werden grundsätzlich neue Wege beschritten. Deshalb ist ein gewisser Lernprozess bei allen Beteiligten unvermeidlich. Es sind alle aufgerufen, bei der Entwicklung des Service mitzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Als Dank gibt es eine neue und bessere Demokratie.

Mitgliedschaften

Neu registrierte Nutzer sind noch in keiner Gruppe Mitglied**. Gründet ein Mitglied eine eigene Gruppe, ist es darin automatisch erstes Mitglied. Weitere Mitglieder kommen über eine Einladung in die Gruppe. Bei gelisteten und öffentlichen Gruppe geht dies auch über Mitgliedsanträge, falls diese Funktion freigeschaltet ist. Unter Mein-Konto -> Mitgliedschaften werden alle Gruppen eines Nutzers aufgeführt, bei denen eine Mitgliedschaft besteht. Falls mehrere Mitgliedschaften bestehen, kann man dort die jeweils aktive Gruppe wechseln. In welcher Gruppe man sich aktuell befindet, sieht man zusätzlich auf jeder Seite oben, wo der Name der aktuellen Gruppe angezeigt wird. Alle Seiten unterhalb der ersten drei Hauptmenüpunkte Gruppe, Vorschläge und Meine Gruppe zeigen Daten aus der jeweils aktuellen Gruppe an. Wenn man bei nur einer Gruppe Mitglied ist, bleibt stets diese Gruppe ausgewählt.

**Ausnahme können Registrierungen sein, die auf einer eigenen fest mit einer Gruppe verbundenen Subdomain erfolgen. Hier führt eine Registrierung bereits zu einer Mitgliedschaft in der jeweiligen Gruppe.

Gruppe gründen

Siehe die Hinweise im Formular zur Erstellung einer Gruppe.

Vorschläge

Innerhalb einer Gruppe kann jedes Mitglied beliebig viele Vorschläge erstellen. Dazu ist ein Titel und ein Vorschlagsinhalt in das Formular einzugeben und zu speichern. Nach dem Speichern wird der neue Vorschlag angezeigt. Der Vorschlag ist in der Gruppe bereits sichtbar. Falls man eine Sichtbarkeit nicht möchte, kann man den Vorschlag auf inaktiv setzen. Die Funktion zur Deaktivierung und Aktivierung ist oberhalt des Vorschlags angezeigt zusammen mit der Funktion zum Bearbeiten. Einen inaktiven Vorschlag kann nur das vorschlagende Mitglied selbst sehen. Vorschläge können jederzeit vom Inhalt und Titel her geändert wreden. Bei jeder Bearbeitung muss dabei ein Bearbeitungskommentar eingegeben werden. Alle Änderungen bleiben stets nachvollziehbar. Andere Mitglieder, die einen Vorschlag wählen oder unterstützen, werden über Änderungen per Email informiert.

Wählen

In den meisten Fällen hat ein Mitglied innerhalb einer Gruppe genau 100 Stimmen. Diese Stimmen kann es beliebig auf eigene und fremde Vorschläge verteilen. Stimmen auf einen Vorschlag zu setzen, heißt wählen, bedeutet aber ein Unterstützen. Mit der Vielzahl an Stimmen ist die Freiheit verbunden, die eigene Stimmkraft nicht immer nur im Ganzen auf eine Wahl setzen zu müssen. Zudem muss man sich beim Verteilen Gedanken machen, welche Vorschläge tatsächlich wichtig sind. Die Zahl 100 ist eine Zahl, mit der man einfach rechnen kann. Man kann von Prozenten sprechen. 10 Stimmen wären dafür zu wenig und ein hoher Wert wie 1000 sollte keinen Vorteil bringen. Gewählte Vorschläge lassen sich auch jederzeit wieder abwählen. Einer Zurücknahme von Stimmen entspricht, dass Vorschlägeie nicht wie im herkömmlichen Sinne abgestimmt werden, sondern die Natur von kleineren oder auch größeren politischen Programmen haben. Einem Vorschlag die eigene Unterstützung wieder zu entziehen, kann daraus resultieren, dass man dessen Inhalte ausreichend realisiert sieht, es bessere Vorschläge zum gleich Inhalt gibt, oder sich die eigenen Prioritäten geändert haben. Da eine Unterstützung als aktiver Prozess gesehen werden kann, informiert das System über Änderungen an einem unterstützen Vorschlag. Es ist auch von Vorteil, eine aktive Beziehung zum vorschlagenden Mitglied zu haben.

Es gibt drei Sichtbarkeitszustände von Wahlen: geheim, privat und öffentlich. Privat bedeutet, dass das vorschlagende Mitglied nicht nur von der Wahl erfährt, sondern auch sehen kann, von wem die Unterstützung kommt. Privat zu wählen entspricht geschätzt einem konservativen Standard. Daneben wird angeboten, öffentlich zu wählen. Dies ist im Wahl-Formular auch so vorbelegt, da eine höhere Transparenz die Informationsprozesse der Gruppe verbessern sollte. Dies wäre dann ein progressiven Verhalten. Zuletzt wird eine geheime Wahl angeboten, wo allein das wählende Mitglied seine Wahl noch sehen kann. Das vorschlagende Mitglied wird lediglich anonym über die Wahl informiert. Dazu muss klar sein, dass die Eigenschaft geheim im Vergleich zu herkömmlichen Abstimmungsprozessen nicht gänzlich gleich sein kann.

Beispiel:
Ein Mitglied X wählt zuerst mit allen seinen 100 Stimmen den Vorschlag A. Als es einen weiteren interessanten Vorschlag B entdeckt, reduziert es seine Stimmen bei Vorschlag A auf 80 Stimmen. Mit den 20 freien Stimmen wählt es jetzt Vorschlag B. Später macht es einen eigenen Vorschlag C. Hat aber keine Stimmen frei. Es reduziert deshalb die Stimmen bei Vorschlag A auf 50 und wählt seinen eigenen Vorschlag C mit 30 Stimmen. Später wird Vorschlag A umgesetzt. Mitglied X zieht daraufhin seine Stimmen von dort ab und fügt sie dem eigenen Vorschlag C hinzu, indem es diesen mit 80 Stimmen wählt.

Verwurzeln

Ein Vorschlag kann einen anderen Vorschlag unterstützen. Dabei werden die Stimmen des unterstützenden Vorschlags beim unterstützten Vorschlag hinzugezählt. Der unterstützende Vorschlag behält allerdings seine Stimmen. Eine Unterstützung kann wie beim Wählen jederzeit wieder beendet werden. Um die Verbundenheit des unterstützten Vorschlags mit einem unterstützenden Vorschlag zu verdeutlichen, wird das Unterstützen sprachlich "verwurzeln" genannt. Verwurzeln beginnt dort, wo man sinnvollerweise immer nur eigene Vorschläge wählen sollte. Mit eigenen Vorschlägen kann man die eigenen Wünsche inhaltlich besser ausdrücken, als wie sie in den Vorschlägen anderer Mitglieder formuliert sind. Über eigene Vorschläge kann man seine Wünsche, Vorstellungen, Ideen und Überlegungen nicht nur für sich selbst, sondern gleichzeitig auch für andere dokumentieren. Die eigenen Vorschläge wählt man dann und verwurzelt anschließend damit Vorschläge, die man sonst direkt gewählt hätte. Weil umfangreich unterstützte Vorschläge mit der Zeit oft auch vom Inhalt umfangreicher werden, sind die verwurzelnden Vorschläge vom Inhalt vergleichsweise noch spezifischer, und werden deshalb in der Folge eher verwurzelt. So wachsen bildlich gesprochen die Wurzeln immer tiefer in das Substrat der Gruppenmitglieder hinein. Dabei ist es in der Struktur aus Wurzeln so, dass Stimmen bei einer Unterstützung nicht nur auf den unterstützten Vorschlag weitergegeben werden, sondern immer so weiter, wenn der unterstützte Vorschlag seinerseits einen anderen Vorschlag unterstützt. Jede Stimme, die unten an einem Wurzelende hinzukommt, zählt also gleichzeitig auch immer am oberen Ende einer Wurzel. Gleiches, wenn man unten eine Stimme oder eine Unterstützung wegnimmt. Oben und unten sind so maximal gut miteinander verbunden. Verwurzelungen sind immer öffentlich.

Prioliste

Die Prioliste ist eine nach Stimmenzahl absteigend geordnete Liste aller aktiven Vorschläge. Der Vorschlag mit den meisten Stimmen steht an erster Stelle. Die Liste ist das Ergebnis des partizipativen Prozesses. Sie kann als Arbeitsgrundlage für weitere Schritte in der Leitung einer Gruppe verwendet werden. Als Beispiel können auf einer Mitgliederversammlung die Vorschläge in der Reihenfolge der Prioliste zur Abstimmung gebracht oder zur Diskussion gestellt werden. Geschäftsführer, Vorstände, alle diejenigen, die mit der Leitung und Verwaltung einer Gruppe befasst sind, können die Prioliste als Informationsquelle und zur eigenen Priorisierung verwenden.

Vorschläge an den ersten Positionen der Prio-Liste werden in Gruppen mit hoher Aktivität kaum ohne Wurzeln, also der Unterstützung durch andere Vorschläge, zu einer hohen Stimmenzahl gelangen. Die beteiligten Vorschläge sind dabei Diskussionen und einer inhaltlichen Aufarbeitung ausgesetzt. Die Struktur von Unterstützungen bzw. Verwurzelungen ist ebenfalls für Koalitionen verwendbar, wo vom Inhalt ganz unterschiedliche Vorschläge zu einem gemeinsamen neuen Vorschlag zusammengeführt werden können. Die Inhalte von so kombinierten Vorschlägen sind erwartbar bereinigt von Dopplungen, inhaltlichen Widersprüchen und Budgetverletztungen. Im Idealfall können sie allein aus dem Vorschlag mit der höchsten Priorität direkt so umgesetzt werden. Der partizipative Prozess garantiert dabei, dass sich das Ergebnis nicht nur an einer Mehrheit oder gar wechselnden Mehrheiten orientiert, sondern zunehmend die zuammengefasste Meinung der gesamten Gruppe repräsentiert wird. Das erhöht die Akzeptanz und den Nutzen von darauf aufbauenden Entscheidungen erheblich.

Sprecher-in

Als Sprecher-in für eine Gruppe gilt immer aktuell dasjenige Mitglied, welches über den Vorschlag mit den meisten Stimmen verfügt. Mit dem Zusatz, dass die Anzahl Stimmen eindeutig die höchste Zahl und auch größer Null sein muss. Der Vorschlag ist in den meisten Fällen als erste Position der Prioliste zu entnehmen. Dieses besondere Mitglied erlangt seine Berechtigung für die Gruppe zu sprechen aus dem demokratischen Prozess, den die Mitglieder als Regel akzeptieren und der eine bestmögliche Abstimmung garantiert oder zumindest möglich macht und den Inhalten des jeweiligen berechtigenden Vorschlags. Dieser Vorschlag ist annahmeweise die Zusammenfassung von Inhalten mehrerer unterstützender Vorschläge und Ergebnis eines umfangreichen Austauschprozesses mit anderen Mitgliedern. Die Stellung an der Spitze der Prioliste und die Funktion, Sprecher-in zu sein, ist umkämpft und nur wer den politischen Prozess bestmöglich zum Vorteil aller Mitglieder beherrscht, wird diese Position erlangen oder halten können.

Selbstverwaltung

Bei einer Selbstverwaltung ist das Mitglied, das Sprecher-in ist, auch mit besonderen administrativen Rechten ausgestattet. Das bezieht sich auf die Annahme von Mitgliedseinträgen, das Versenden von Einladungen, dem Ausschluss von Mitgliedern, und es ist Ansprechpartner in der Kommunikation mit 100TEETH. Eine Gruppe, die zuerst durch das gründende Mitglied verwaltet wird, sollte ab einer gewissen Größe und Stabilität in die Selbstverwaltung entlassen werden. Eine Gruppe kann aber auch bereits in der Selbstverwaltung starten.

Sonstige Quellen


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